Projekt 24/28 ist Open Source.
Mach mit!

Open Source-Projekt zur Entwicklung eines Fortbewegungsmittels für Menschen mit Behinderung. Mach mit!

Die Aufgabe umfasst:
Konzeptstudie, Design, Ergonomie, Konstruktion und Bau Funktionsmodell/Prototyp oder Teilen davon.

Optional: Teilnahme amCybathlon der ETH Zürich 2024 und/oder 2028

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Stell Dir vor...

Stell Dir vor, Du wärst zur Fortbewegung im Alltag auf ein Vehikel angewiesen und erhältst jetzt die Gelegenheit, dieses Gerät exakt nach Deinen Bedürfnissen auszugestalten und zu realisieren. Du hast das kreative Potenzial! Dein Wissen und Können wirst Du hier maximal sinnvoll einsetzen und ganz nebenbei trainierst Du Deine kreativen Fertigkeiten.

Genau darauf hast Du gewartet? Super! Jetzt bleibt es Dir überlassen, ob Du alleine oder mit einem Team antrittst. Wenn ihr als Crew startet, profitieren alle! Deine Kolleginnen/en, Du selbst, der Verein Roll on und ganz besonders der/die Nutzer des späteren Produktes!

Stell dir jetzt folgende Backstory vor, bevor es losgeht: Du wachst morgens auf und planst in Gedanken deinen Tag. Als Nutzer eines Rollstuhls, willst Du allen Herausforderungen im Alltag so autonom wie möglich begegnen. Mitmenschen um Hilfe zu bitten, fällt Dir an sich leicht, doch Du bist der Überzeugung, dass sich kein Mensch tragen lassen würde, der selbst Treppen steigen kann. Doch nochmal zurück. Du liegst noch immer im Bett. Erstmal aufstehen! Dein Gefährt macht das bequem möglich. Es steht parallel zum Bett, seine Liegefläche schließt mit der Oberkante Deiner Matratze ab, so kannst Du Deinen Körper direkt auf die Liegefläche schieben. Du rollst zum Badezimmer – währenddessen geht Dein Vehikel in eine sitzende Position über. Duschen, Waschen, Ankleiden – ab zum Frühstück in die Küche. Dinge über Kopfhöhe erreichst Du, indem Du Oberschenkel- und Beckengurte straff anlegst, um Dich im Verbund mit Deinem Vehikel aufzurichten. Aus sicherem Stand holst Du Dein Müsli aus dem Oberschrank. Auf dem Weg zur Arbeit machst Du Einkäufe. Dafür bieten die Seitentaschen rechts und links am Gefährt ausreichend Platz. Raffiniert ist, dass sich dein Gefährt am Einkaufsregal entlang sogar seitwärts bewegen kann.  Im Eingangsbereich Deiner Arbeitsstelle sind Rampe und Lift. (Zur Info: Türen sind eine Herausforderung: Paraplegiker können eine halb stehende Position einnehmen und die Klinke gut erreichen, die Türe öffnen und hinter sich schliessen. Tetraplegikern ist das unmöglich). Dein Arbeitstisch ist höhenverstellbar. Tagsüber wechselst Du regelmäßig Deine Position, rollst zu einem Meeting oder triffst Dich mit Kollegen/innen in der Cafeteria. Dein Gefährt hilft Dir zustehen: Endlich spannende Gespräche auf Augenhöhe!

Es fiel Dir leicht, Dich in das Szenario einzufühlen? Sehr gut!
Es zeigt Dir auf, was das Gerät idealerweise leisten soll. Es wird nicht einfach werden, vielleicht ist es gar unmöglich, alle Wünsche und Anforderungen optimal zu erfüllen. Du wirst Prioritäten setzen müssen. Mehrere Teams in verschiedenen Ländern arbeiten zeitgleich an derselben Aufgabe.
Details zur Open Source-Plattform des Vereins Roll on haben wir Dir in diesem PDF zusammengestellt.
Als Teilnehmer erhältst Du einen Plattform-Account. Dort kannst Du Modellstudien und Infos downloaden und Deine Ergebnisse später – im Sinne des Open Source – mit anderen teilen.

Was ist das Ziel?

Dieses Forschungsprojekt ist OPEN SOURCE. Es geht darum, praktische und alltagstaugliche Fortbewegungsmittel für Menschen mit Behinderung zu entwickeln und zu realisieren. Aus dem dabei geschaffenen Pool an Studien und Funktionsmodellen sollen längerfristig mehrere Gefährte die Produktionsreife erreichen und zu erschwinglichen Preisen gebaut und am Markt angeboten werden.

Was sind die Anforderungen?

Das Gefährt soll seinem Nutzer maximale Bewegungsfreiheit möglich machen, um die Herausforderungen des Alltags autonom zu bewältigen. Es soll Komfort bieten, weit mehr als dies bei herkömmlichen Rollstühlen der Fall ist. Die Position der Benutzerin/des Benutzers soll vom Sitzen zum Stehen und Liegen auch während der Fahrt aktiv veränderbar sein. So gedacht tendiert die Entwicklung des Rollstuhls in Richtung eines Exoskeletts auf Rädern.

Welche Wünsche gibt es noch?

Leichte Bauweise, adaptiv und wendig! Das Treppensteigen bleibt dabei eine optionale Herausforderung.

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Was passiert mit den Ideen und Entwürfen?

Gute Frage! Wenn Du mitmachst, nimmst Du an einem Open Source-Projekt teil. Das „Rollchair“-Projekt folgt dem Modell des Open-Design, d. h. Idee, Erfindung und Patentschrift stellen wir, der Verein Roll on, weltweit, lizenz- und kostenlos zur Nutzung und kollaborativen Weiterentwicklung zur Verfügung. Die Boilerplate bekommt ihr von uns: bestehende Baupläne, Konstruktionsprinzipien, Ideenskizzen, Artwork könnt ihr als Start-Set nutzen. Was wir erreichen wollen, ist Crowd Innovation! Wir sind der Ansicht, dass Erfinden auch was mit Finden zu tun hat. Wir suchen Euch! Erfinder, Tüftler, Designer, Entwickler. Macht mit! Wenn wir unseren Erfindergeist weltweit bündeln, können wir richtig was bewegen! Und wenn ihr Eure Weiterentwicklungen am Ende wieder mit der „Rollchair"-Community teilt, sodass wieder alle profitieren können, sind wir mehr als happy!

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